Amalie Skrams meisterhaftes Lebenswerk

PCA 318b, ca. 1924
übersetzt von Maja Ploch
© MH 2019

Während ihrer gesamten Autorschaft hielt sie die Schilderung der Wirklichkeit in Ehren, ja sie betete sie mit wachsender Leidenschaft an, zum Schluss wie eine Religion. Trotz ihres stürmischen Herzens, ihres immerzu rastlosen Gemütes, ließ sie sich als Künstlerin nie von irgendeiner lyrischen oder phantastischen Stimmung verlocken – und für diese Treue wurde sie belohnt mit einem meisterhaften Lebenswerk.

Henrik Pontoppidan

Diese Beurteilung schrieb Pontoppidan auf Wunsch des dänischen Verlags Gyldendal anlässlich der Herausgabe von Amalie Skrams Samlede Verker (dt. Gesammelte Werke), 3. Ausgabe, Band 1-5, 1924. Siehe auch Axel Gardes Brief vom 22.2.1924. Der Text ist lediglich als Fragment einer unbekannten Veröffentlichung erhalten; in den 1924 publizierten Ausgaben der Fachzeitschrift Bognyt von Gyldendal wurde er nicht gesichtet.