„Ich war auch vielmehr wegen der Kirche und des Friedhofs hier herausgefahren. […] Nur der alte, dürre Glöckner, den alle nur den „Tod“ nennen, kommt jeden Morgen und Abend langsam vom Dorf heraufgewandert, die langen, knochigen Arme bedeutungsvoll über dem Rücken verschränkt, um einige schreckliche Töne hervorzuschütteln […].“
Grüße an Hamsun zu seinem 75. Geburtstag
Ein kurzer Gruß Pontoppidans anlässlich Knut Hamsuns 75. Geburtstag.
Huldigung an Hans Christian Andersen
„Zur gleichen Zeit, als Hans Christian Andersen mit seinen Märchen und kurzen Geschichten Weltruhm errang, welcher uns, seinen jetzigen Landsleuten, etwas zu Kopf gestiegen ist, saß Steen Steensen Blicher in seinem einsamen Pfarrhof und schrieb seine jütländischen Meisternovellen.“
Ein paar lobpreisende Worte Pontoppidans anlässlich Hans Christian Andersens 125. Geburtstag, in denen er auch Steen Steensen Blicher Anerkennung zeigt.
Schuhmacherrealismus
„Obwohl ich zwar beinahe selbst Repräsentant des ‚Schuhmacherrealismus‘ bin […] grüße ich den großen Lyriker und stattlichen Fahnenführer zu seinem 70. Geburtstag mit tiefem Respekt und Bewunderung.“
Ein kurzer Gruß an Verner von Heidenstam von Pontoppidan anlässlich seines 70, Geburtstags.
Die Königin im Märchenreich des Nordens
„[W]er ist dieser begnadete Erzähler, der gleichermaßen Alte und Junge […] zu fesseln vermag; wer verfügt über eine Laterna Magica, deren bunte Bilder sowohl Erfahrene als auch Einfältige in denselben Bannkreis ziehen können?“
Ein paar lobpreisende Worte Pontoppidans für Selma Lagerlöf anlässlich ihres 70. Geburtstags.
Amalie Skrams meisterhaftes Lebenswerk
„Trotz ihres stürmischen Herzens, ihres immerzu rastlosen Gemütes, ließ sie sich als Künstlerin nie von irgendeiner lyrischen oder phantastischen Stimmung verlocken“
Ein kurzes Fragment einer Rezension zu Amalie Skrams gesammelten Werken.
Unsere Enquête über die Frau
„Das Schönste auf der Welt – und zugleich das Seltenste – ist eine junge, hübsche Frau, die selbst noch nicht weiß, dass sie hübsch ist.“
Zwei kurze Sätze Pontoppidans über die Schönheit von jungen Frauen.
Ein Balance-Konto
„Ist es wirklich „unnütz“ für das Land, dass unsere schöne Literatur, die hierzulande Übles für ihre Fruchtbarkeit ertragen muss, aus demselben Grund Aufmerksamkeit im Ausland weckt, dass manches von dieser verspotteten Flut an Romanen, Novellen und Schauspielen in fremde Sprachen übersetzt wird, Kenntnisse über unser Land verbreitet, seinen Namen in Zirkulation versetzt und Interesse für uns schafft in den Ländern Europas?“
Pontoppidan verteidigt hier die Wertschätzung und staatliche Unterstützung der Künste und der Literatur, die seinerzeit in Frage gestellt wurden.
Gruß an Peter Nansen
„Peter Nansen ist einer der wenigen, der die nötige Fähigkeit und das Geschick dazu hatte, das geistige Erscheinungsbild der Hauptstadt zu gestalten.“
Ein Beitrag von Pontoppidan zu Peter Nansens 25-jährigem Verfasserjubiläum.
Das Adlernest [1905]
„Denn nichts hängt so hoch, dass nicht der zähe, vereinte Wille des Volkes es einmal erreichen wird.“
Eine abgewandelte und gekürzte Version der Erzählung „Das Adlernest“, in der Pontoppidan Parallelen zu norwegischen Königswahl zieht.

