„Also bleibe ich lieber dabei, zu meinem eigenen Vergnügen zu schreiben. Das kann mir niemand nehmen. Und dafür muss ich auch keine Rechenschaft ablegen.“
Pontoppidan diskutiert das Leben als Autor und ob man von den Verdiensten leben kann.
1857–1943
„Also bleibe ich lieber dabei, zu meinem eigenen Vergnügen zu schreiben. Das kann mir niemand nehmen. Und dafür muss ich auch keine Rechenschaft ablegen.“
Pontoppidan diskutiert das Leben als Autor und ob man von den Verdiensten leben kann.
„Wenn man jung ist, stellt man so unbescheidene Forderungen an die das Leben regierenden Mächte. Man will, dass sie sich einem offenbaren. Den Schleier der Geheimnistuerei, unter dem sie wirken, betrachtet man fast als eine persönliche Beleidigung. […] Wird man ein bisschen älter und damit nüchterner, lässt man das Welträtsel lieber liegen wie eine Nuss, die zu knacken man nicht die Zähne hat.“
Der berühmteste Beitrag von Pontoppidans Artikeln „Selbstgespräche“, in welchem er sich mit dem Sinn des Lebens und der Frage nach dem wahren Ich beschäftigt.
„Jedem, der beabsichtigt, Victor Hugos fünfaktiges Drama zu sehen, sei empfohlen, seine Nerven ein wenig darauf vorzubereiten. Denn im Leben wie im Theater sind wir dieser Tage wohl einen derart todeseisigen Hauch aus dem Reich der wildesten Schrecken kaum gewohnt, der selbst einem Glatzköpfigen die Haare zu Berge stehen lässt. Man würde sogar gut daran tun, vorab eine Nacht in seinem Kohlenkeller oder auf einem Friedhof zu verbringen und ein paar frische Studien im Schlachtstall des Kvægtorvets zu unternehmen.“
Eine Rezension zu Victor Hugos „Angelo, Tyrann von Padua“ und somit ein Kommentar zu Schreckensdramen.
„Deshalb ist es doppelt schade, dass er den Festtag nicht erleben durfte, der sein nah bevorstehender 70. Geburtstag natürlich geworden wäre. Er hätte dann sicherlich gemerkt, dass er nicht vergessen worden war, sondern dass sich im ganzen Land noch tausende Freunde mit Dank und Bewunderung an ihn erinnerten.“
Ein Nekrolog von Pontoppidan für den Schriftsteller Anton Nielsen.
„Jahr für Jahr hat sich das künstlerische Niveau verringert. Sogar im Königlichen Theater – ja, am häufigsten dort – sitzt man mit einem unangenehmen Gefühl, dass man ein Possenspiel sieht. Und es erweist sich gerade die übertriebene Beliebtheit der Schauspieler für ihre Kunst als verhängnisvoll.“
In diesem Brief schreibt Pontoppidan über die populäre Theaterkultur in Kopenhagen.
„Aber wenn es eines gibt, das die christliche Lehre nicht beinhaltet, dann ist es das Versprechen eines Glückseligkeitsreichs hier auf Erden; ja, selbst das Streben danach ist, christlich gesehen, zu verurteilen.“
Pontoppidan kritisiert hier stark die Vermischung von weltlichen Angelegenheiten und dem Christentum.
„Bevor man es wagt, die Werbetrommel zu rühren, sollte man sich doch sicher sein, seinen Gästen ein ordentliches Bett und ein einigermaßen ordentliches Mahl anbieten zu können.“
Pontoppidan kommentiert die Ziele des dänischen Touristenverbands und beklagt, anhand einer unterhaltsamen Anekdote, den schlechten Zustand der Hotels und Gasthäuser im Land.
„Denn es zeigt sich, sozusagen jeden Tag, dass die „unzweifelhaften Tatsachen“, auf die sich die ärztewissenschaftlichen Autoritäten oft berufen, nicht so unerschütterlich sind, wie sie sein sollten, sofern man ausgehend von diesen – wie aus einer uneinnehmbaren Festung – Krieg gegen die Quacksalberei führen möchte.“
Über gegensätzliche Meinungen unter Ärzten und Laien, die diese anzweifeln oder ihnen folgen, äußert sich Pontoppidan kontrovers in diesem Artikel.
„Es sind Leistungen wie diese, die die alte, eingeschlafene Theaterbegeisterung wieder zum Leben erwecken lassen.“
Rezension einer Aufführung von Henrik Ibsens Drama „Ein Volksfeind“ im Berliner Lessing-Theater.
„Über die Aufführung gibt es nicht viel zu sagen. Sie stach nicht besonders hervor.“
Rezension einer Aufführung von Henrik Ibsens Drama „Hedda Gabler“ im Berliner Lessing-Theater am 10. Februar 1891.