„Wir anderen, weniger Begünstigten, können uns nicht derart in unsere Trauer vertiefen oder so vollständig unserem Schmerz hingeben. Wenn unser Kind oder unsere Gattin stirbt, müssen wir dennoch unsere Arbeit verrichten, mit fremden Menschen sprechen, unsere Köpfe mit allerlei weltlichen Gedanken füllen, und wir können nicht in unserer Amtsstube mit schwarzen Handschuhen sitzen oder in unserem Geschäft Trauerflor zur Schau stellen.“
In diesem Artikel befasst sich Pontoppidan mit der Diskrepanz dazwischen, wie reiche und ärmere Milieus mit Trauer umgehen. Während es Wohlhabenden möglich ist, der Trauer viel Zeit einzuräumen, findet sie im Arbeitsleben der ärmeren Bevölkerung kaum Platz und wird zwangsweise zur Fußnote.