„Aber deswegen kann es doch nicht notwendig sein, dass wir immer mit wedelndem Schwanz vor dem Hof in Berlin liegen.“
Ein politischer Kommentar Pontoppidans zum Verhältnis zwischen Dänemark und Deutschland nach den Kriegen.
1857–1943
„Aber deswegen kann es doch nicht notwendig sein, dass wir immer mit wedelndem Schwanz vor dem Hof in Berlin liegen.“
Ein politischer Kommentar Pontoppidans zum Verhältnis zwischen Dänemark und Deutschland nach den Kriegen.
„Ein Mantel junger Liebe legt sich über die alten Verletzungen.“
Pontoppidan kommentiert die Verlobung des Prinz Christian mit Alexandrine zu Mecklenburg.
„Ich hatte einst einen älteren, einfältigen Freund, der an alles zwischen Himmel und Erde glaubte, unter anderem auch an die Ärzte, den Fortschritt und die Frauenemanzipation.“
Pontoppidan äußert sich in diesem Artikel zu der Debatte, ob Frauen ein Korsett tragen sollten. Er spricht sich deutlich für Korsetts aus.
„Die Gesellschaft, die das Publikum im Dagmartheater gestern Abend zu sehen bekam, war nicht besonders vornehm. Ebenso wenig nüchtern.“
Eine Rezension zu Oscar Madsens „Grenzvolk“ in einer Inszenierung von P.A. Rosenberg.
„Bevor man es wagt, die Werbetrommel zu rühren, sollte man sich doch sicher sein, seinen Gästen ein ordentliches Bett und ein einigermaßen ordentliches Mahl anbieten zu können.“
Pontoppidan kommentiert die Ziele des dänischen Touristenverbands und beklagt, anhand einer unterhaltsamen Anekdote, den schlechten Zustand der Hotels und Gasthäuser im Land.
„Denn es zeigt sich, sozusagen jeden Tag, dass die „unzweifelhaften Tatsachen“, auf die sich die ärztewissenschaftlichen Autoritäten oft berufen, nicht so unerschütterlich sind, wie sie sein sollten, sofern man ausgehend von diesen – wie aus einer uneinnehmbaren Festung – Krieg gegen die Quacksalberei führen möchte.“
Über gegensätzliche Meinungen unter Ärzten und Laien, die diese anzweifeln oder ihnen folgen, äußert sich Pontoppidan kontrovers in diesem Artikel.
„Es sind Leistungen wie diese, die die alte, eingeschlafene Theaterbegeisterung wieder zum Leben erwecken lassen.“
Rezension einer Aufführung von Henrik Ibsens Drama „Ein Volksfeind“ im Berliner Lessing-Theater.
„Über die Aufführung gibt es nicht viel zu sagen. Sie stach nicht besonders hervor.“
Rezension einer Aufführung von Henrik Ibsens Drama „Hedda Gabler“ im Berliner Lessing-Theater am 10. Februar 1891.
„Auf verschiedenen europäischen Landkarten erscheint Dänemark bloß wie drei hübsche Erbsen, die wirr zwischen Ostsee und Nordsee umherschwimmen; und es bedarf sowohl eines guten Herzens als auch eines Augenpaars wie ein Mikroskop, um zu begreifen, dass diese drei kleinen Farbkleckse ein Land für sich selbst darstellen sollen.“
Pontoppidan schreibt darüber, wie die Deutschen Dänemark aufgrund dessen Größe oft belächeln – und weshalb sich die Dänen ihren Nachbarn dennoch überlegen fühlen können.
„Was kann wohl der Grund für diese Gleichgültigkeit sein, die heute gewiss die meisten gegenüber heimischen Theatergenüssen empfinden, wenn sie älter werden?“
In diesem Feuilleton äußert sich Pontoppidan über (schwindende) Zauberkraft des Theaters und die Schauspieler seiner Zeit. Schließlich rezensiert eine Inszenierung von Dostojewskis „Raskolnikow“ am Lessingtheater in Berlin.