Es war einmal ein Jüngling; er hatte vom Stein der Weisen gehört, der alle Sorgen tilgte und alle Wunden heilte und alle Schmerzen linderte; – und als er Bartflaum bekam, zog er in die Welt hinaus, um ihn aufzusuchen.
Autor: Rusticus
Das Lied der Meerjungfrau
„‚Weckt den Lotsen und lasst uns heimkehren!‘, erklang es von verschiedenen Seiten; und als der junge Ehemann in dem Moment aufstehen wollte, um sich noch einmal zu vergewissern, dass sie sich wirklich alleine auf dem Meer befanden, packte ihn seine Ehefrau plötzlich fest am Arm und rief bleich und verängstigt: ‚Tu das nicht, Anton! Tu das nicht! … Oh Gott, was ist das denn!'“
Eine kleine Stadt
„Am Ende hatte er das Gefühl, dass es kein einziges Kind in der gesamten Stadt gab, das nicht wusste, was man an ihm so lächerlich fand. Doch er selbst hatte trotz all seiner Wachsamkeit und unermüdlichen Nachforschungen nicht die leiseste Ahnung.“
Etwas stimmt nicht mit dem Lehrer Andreas Ursin. Während er versucht, herauszufinden, was genau dieses Etwas ist, entsteht ein Portrait der Kleinstadt mit ihren eigentümlichen Charakteren.
Zuhause bei zwei Dichtern
Diese zwei Artikel erschienen am 26. und 31.12.1888 in der dänischen Tageszeitung Politiken.
Die Moorfrau
Diese Erzählung erschien 1887 in der Weihnachtszeitung Jule-Roser. Sie stand unter der gemeinsamen Überschrift „Skandinavische Sagengestalten“ nach Erik Bøghs Gedicht „Nissen på Julebesøg“ (dt. Der Wichtel auf Weihnachtsbesuch).
Kreuzbube
„Jeden Vormittag brach er in einem kleinen, dreckigen Einspänner mit einem alten, kurzohrigen Gaul von zu Hause auf und war mit Reisepelz, Schaffellmütze, Medizintasche und großen Fäustlingen ausgestattet, als ob er eine Fahrt zum Nordpol unternehmen wollte. Aber er kam selten über den ersten Hof hinaus, wo sich ihm die Möglichkeit für eine Partie Karten bot; und wenn er mit seinen schweren Kragenstiefeln, die säuerlich nach ranzigem Tran rochen, hereinstapfte, wussten die Leute, was die Stunde geschlagen hatte.“
Zweimal getroffen
Diese Kurzgeschichte wurde 1886 in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Tilskueren veröffentlicht und 1890 mit zahlreichen (hauptsächlich stilistischen) Änderungen und wenigen Ergänzungen in den Sammelband Skyer (dt.: Wolken) aufgenommen.
Zwei Freunde
„Zwei Freunde“ erschien am 25.12.1885 in der Tageszeitung Morgenbladet und war mit H.P. unterzeichnet. Vier Jahre später wurde die Erzählung überarbeitet und beträchtlich erweitert und unter dem Titel „Tilbageblik“ (dt.: Rückblick) vom 11. bis 17.01.1890 in der Zeitung Kjøbenhavns Børs-Tidende abgedruckt. Danach wurde sie nochmals überarbeitet und erschien zwei Monate später unter ihrem ursprünglichen Titel im Erzählband Skyer (dt.: Wolken).
Nachruf
„Vermutlich wusste ich nicht so wirklich, wie ich darauf antworten sollte, und war deshalb unvorsichtig genug, ihm vorzuschlagen, dass er doch selbst die Versammlung mit einem Toast erheitern sollte – etwas, für das er ja seinerzeit so viele Lorbeeren geerntet hatte. Ich bereute es, sobald es meinen Mund verlassen hatte.“
Eine etwas tragische, vor allem aber schreiend komische Erzählung über einen Mann, dessen Absturz eigentlich nur darauf zurückzuführen ist, dass er irgendwann verpasst hat, der Zeit – und seinem eigenen Alter – zu folgen.
Eine Bauernhochzeit
Im Herbst 1883 schickte die Redaktion der Zeitschrift „Ude og Hjemme“ Pontoppidan eine Zeichnung von Julius Exner zu. Mehrere Male versuchte man ihn zu überzeugen, einen Text darüber zu verfassen. „Eine Bauernhochzeit“ erschien in der Ausgabe vom 06.04.1884 und kann heute als ältester Entwurf zu Pontoppidans Roman „Muld“ (dt. Muttererde) angesehen werden.


