Henrik Pontoppidan

1857–1943

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Ein Stoßseufzer

Posted on Mai 21, 2025August 15, 2025

„Von all den täglichen Plagen, die einen friedfertigen Bewohner von Dänemarks Hauptstadt treffen, kann sich sicherlich keine mit denen messen, die der Anzahl von Hunden und der Unzahl von Klavieren geschuldet sind, die sich innerhalb der Stadtgrenzen befinden.“

In diesem Artikel spricht sich Henrik Pontoppidan vehement gegen die allgemeine Belastung der Kopenhagener durch Hunde und Klaviermusik aus.

Prost!

Posted on Mai 17, 2025August 15, 2025

„Insgesamt gibt es ja auf Gottes grüner Erde nicht ein Gutes, das nicht missbraucht werden und zum Schaden wirken könnte, würden wir aber immer daran denken und unsere Handlungen danach richten, könnten wir uns genauso gut gleich in den Sarg legen.“

In diesem Artikel argumentiert Henrik Pontoppidan gegen die Abstinenzbewegung.

Aus einem Brief aus Nordseeland

Posted on Mai 7, 2025August 15, 2025

„Seit Menschengedenken hat man so eine Ernte noch nicht erlebt, und man versteht allmählich die Geschichten, die wir von unseren Eltern gehört haben, und die uns damals wie Märchen oder Sagen erschienen. Sie berichteten nämlich von der Zeit, als man das Korn auf den Feldern noch bis Weihnachten liegen ließ, ja, es mitunter überhaupt nie ins Haus holte.“

Dieser Bericht erzählt von einer besonders schlechten Ernte und ihrer Auswirkungen auf die ländliche Gemeinde, deren Geschehen Henrik Pontoppidan beständig verfolgte.

Ein Quacksalber

Posted on Mai 2, 2025August 15, 2025

„Ich war ein klein wenig enttäuscht. Ich hatte erwartet, einen vermoosten, koboldartigen Greis anzutreffen, der verdächtigt werden könnte, im Pakt mit unterirdischen Mächten zu stehen, aber ich vernahm vor mir eine ranke und lebhafte Gestalt, welche zwar ein altes und von Falten durchfurchtes Gesicht, jedoch jugendliche, gelbbraune Künstlerlocken und einen sicher gerade eben erst ergrauten Bart im Stil Frederiks VII. am Kinn hatte.“

In diesem Artikel gibt Henrik Pontoppidan zunächst die Geschichte von einer Frau mit einer Blutvergiftung wieder, die von einem Heilkundigen scheinbar kuriert werden konnte, und berichtet dann von einem Interview mit diesem Mann über seine wundersamen Behandlungen.

Bauern

Posted on April 27, 2025August 15, 2025

„Und ich verglich sein Buch mit unserer eigenen, heimischen, in vielerlei Hinsicht höchst verdienstlichen Schullehrerliteratur, weil auch deren Autoren in ihren vielen und dicken Bänden, trotz ihrer Beziehung zu den beschriebenen Personen, ausgesprochen selten das Verständnis vermitteln können, wie diese in Wirklichkeit denken, fühlen, wahrnehmen, träumen und lieben.“

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung eines in mehreren Artikeln über verschiedene Tageszeitungen ausgetragenen Zerwürfnisses über eine Rezension in der Tageszeitung „Politiken“.

Aus der Stadt. Im Weinkeller

Posted on April 27, 2025August 15, 2025

„In dieser Pose, nuckelnd an seinem Getränk und der starken, schwarzen Zigarre, die er vorsichtig zwischen zwei seiner langen, sehnigen Musiklehrerfinger hielt, versank er bald – alles vergessend – in stillen, träumenden Genuss.“

Dieser Text erzählt von einem Musiklehrer, der jeden Abend in den gewohnten Weinkeller einkehrt, bis er dort eines Tages einen vermeintlich fremden Mann auf seinem Stammplatz auffindet.

Aus der Stadt

Posted on April 13, 2025August 15, 2025

„Erst wenn der Himmel wie eine schwarze Decke über den Dächern hängt und jede halbe Stunde seine dichten Regenschleier über die Straßen schleppt, erkennt man sein Kopenhagen wieder.“

Für einen Kopenhagener wirkt der Sommer fast fremd, und erst wenn der Winter hereinbricht, wirkt die eigene Stadt wieder vertraut. Dieser Essay beschreibt den Übergang zwischen den Jahreszeiten.

Die Tochter des Rabbiners

Posted on April 12, 2025

„Der Sommer stand vor der Tür; und da geschah in der schmalen Gasse, in der sie lebten, wahrhaftig ein Wunder. Eines Tages brachte die Post ihr einen versiegelten Brief mit einer größeren Geldsumme von einer deutschen Verwandten, einer begüterten Tante aus Breslau, die kürzlich zu Besuch gewesen war. Die Tante schrieb, sie schicke dieses Geld für eine Sommerfreude, weil sich Rachel gewiss danach sehne, ein wenig mit den Flügeln zu schlagen.“

Diese Erzählung von 1930 beruht auf dem Entwurf „Die Tochter des Priesters“ (1918). Auch sie erzählt die Geschichte von Rachel und ihrem Aufenthalt im Badeort.

Die Tochter des Priesters

Posted on April 12, 2025April 12, 2025

„Von allen Seiten der tafelfreudigen Gesellschaft regnete es gut gemeinte Ratschläge auf sie herab, die das junge Mädchen immer unglücklicher machten.“

Ein Badeort in Jütland zieht viele Hotelgäste an. In dieser Erzählung sticht eine der jungen Frauen besonders heraus: Rachel, Tochter eines jüdischen Priesters, in sich gekehrt, mysteriös, belesen – und deshalb umso auffälliger für die anderen Gäste, die mit ihrer Andersartigkeit nicht umzugehen wissen.

Eine reisende Gauklertruppe in einem Dorf

Posted on April 6, 2025August 15, 2025

„Aber auch auf viele andere Arten und über andere Wege hat sich der Charakter unserer Dörfer seit ihren idyllischen Tagen schrittweise verändert, sodass sich das Leben in den größten von ihnen heute dem annähert, wie es einst in unseren kleinen Provinzstädten geführt wurde.“

Dieser kurze Essay schildert, dass selbst ländliche Gegenden nicht von sozialer Veränderung unberührt bleiben und wie reisende Unterhaltungskünstler diese Veränderung beeinflussen. Der Text dient dabei der Erklärung des Bildes.

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Porträt

Henrik Pontoppidan 1917

(Quelle: Nobel Foundation Archive 2024)

Zitat

"Verurteile mich nicht! Du stehst hier vor dem glücklichsten Menschen auf der Erde."
(Wenn die Wildgänse vorüberziehen, 1899)

Veröffentlichung

Wallstein 2023, 232 S.

ISBN 978-3-8353-5468-5

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Urheberrecht

Henrik Pontoppidans Texte sind seit seinem 70. Todestag im Jahr 2013 gemeinfrei (§ 64 UrhG). Die dänischen Originale wurden mit Erlaubnis von Rechteinhaber Flemming Behrendt https://www.henrikpontoppidan.dk/ entnommen. Das Urheberrecht der deutschen Übersetzungen liegt, sofern nicht anders angegeben, bei Marlene Hastenplug (© MH). Sie dürfen ohne Erlaubnis nicht anderweitig veröffentlicht werden.

Impressum & Kontakt


Marlene Hastenplug
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Skandinavistik
Norbert-Wollheim-Platz 1
D-60323 Frankfurt am Main
hpontoppidansk@gmail.com
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