„Na und? Ich kann es mir doch leisten. Warum sollte ich da nicht meinen Gelüsten folgen?“
Der Erzähler dieses kurzen Textes hört in der Straßenbahn ein Gespräch zwischen zwei anderen Fahrgästen mit.
1857–1943
„Na und? Ich kann es mir doch leisten. Warum sollte ich da nicht meinen Gelüsten folgen?“
Der Erzähler dieses kurzen Textes hört in der Straßenbahn ein Gespräch zwischen zwei anderen Fahrgästen mit.
„Ist die Stellung eines Schauspielers zurzeit vielleicht nicht außerordentlich einträglich, so ist sie doch der naheliegendste und sicherste Weg zur Erreichung von Berühmtheit und Popularität, die für alle jungen Herzen die höchste Glückseligkeit bedeutet.“
Schauspiel war auch zu Pontoppidans Lebzeiten etwas, das die Menschen tief bewegt hat und, wie hier beschrieben, die Darsteller in die Herzen der Bevölkerung gerrückt hat.
„Doch unter dieser „Reinheit“ verstand er nicht etwa die Unberührtheit der Seele. Er sprach bloß über den Leib und behandelte im Großen und Ganzen die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau, als bestünde sie hauptsächlich aus einer gegenseitigen Untersuchung der Genitalien.“
Hier diskutiert Pontoppidan das Konzept der „Reinheit“ vor der Ehe, inwiefern es sich auf beide Geschlechter bezieht, und ob damit nur die „Reinheit“ des Körpers gemeint ist.
„Aber uns alle beschleicht ein gewisses heimliches Grauen, jedes Mal, wenn die gezähmte und wohl abgerichtete Liebe unserer Zeit plötzlich ihre Ketten sprengt und sich uns in ihrer wahren, wilden Erscheinung als unersättlicher Adler zeigt, der das Herz des Menschen zerrupft.“
Die Liebe ist ein allgegenwärtiges Thema. Hier zieht Pontoppidan den Vergleich zwischen ihr und einem aggressiven Adler.
„Anstatt neue Arbeitsfelder zu betreten oder zumindest neue Methoden in den bisherigen zu versuchen, wandeln die meisten Menschen gemächlich in den gewohnten Spuren und wundern sich noch darüber, dass sie keine Millionäre werden.“
In diesem kurzen Essay kommentiert Pontoppidan anonym die Beschwerden darüber, heutzutage (1889) kein Vermögen mehr aufbauen zu können – und liefert einen konkreten Vorschlag, mit welcher Geschäftsidee sich das ändern ließe.
„Wer in Sæby keine Luft in die Lunge und Farbe auf die Wangen bekommt, erhält dies kaum an einem anderen Ort.“
In diesem Artikel rät Pontoppidan einheimischen Touristen zu einem Besuch des nordjütländischen Küstenorts Sæby.
„Das Meer! Überall in diesem Land ist es das Erste und das Letzte, Anfang und Ende.“
In diesem touristischen Beitrag schreibt Pontoppidan über die nordjütländische Dünenlandschaft.
„Die Natur bei Blokhus ist von einer Art, die anfangs enttäuschend wirkt, fast abstoßend, einen aber mehr und mehr bannt, je vertrauter man mit ihr wird, um am Ende völlig von ihr eingenommen zu sein.“
Kurze Besprechung einer gleichnamigen Publikation des Gjellerups Forlag. Pontoppidan ergänzt seine eigene Meinung über den nordjütländischen Badeort.
„So klein ist unser Land doch auch nicht, und so dick sind die Deutschen noch nicht, dass uns ein paar Tausend von ihnen ‚überschwemmen‘ könnten. Da bleibt sogar noch reichlich Platz für die von uns, die sich Einsamkeit und Frieden wünschen.“
Dies ist einer von mehreren Artikeln, in denen Pontoppidan die Gründung des dänischen Touristenverbands kommentiert. Er war selbst Mitglied der Vereinigung und äußerte sich häufig zum dänischen Tourismus – hier schreibt er unter anderem über die Befürchtung zu großer Touristenströme aus Deutschland.
„Noch auf manch andere Weise macht uns dieser himmlische Hund das Dasein zur Hölle. Steht man beispielsweise nur einen Moment lang vor seiner Haustür, um einen Freund zu verabschieden – schon kommt das Vieh angewackelt und reibt einem seinen Schwabbelleib ans Bein.“
In diesem Artikel äußert sich Pontoppidan anonym über „Kaiser“, einen Hund in der Nachbarschaft. Der Text erweckt den Eindruck, dass Pontoppidan kein großer Hundefreund war.